An die Stadtverordneten von Pankow

Die Kultur ist ein kommunaler Besitz: das Flair des Bezirks.

Sie verdankt sich der Begabung und dem Engagement seiner Bürger.

Sie ist das Grundwasser im Lebensprozeß. Wer es abgräbt, produziert die Wüste.

Wo die kulturellen Orte verschwinden, entstehen die No-Go-Areas der Langeweile, des Stumpfsinns und der Gewalt.

Wir wollen nicht kulturlos leben.

Volker Braun

 

 

 Hallo Pankow! 

Jetzt passt mal auf, ihr eingebildeten Stadtärsche! Die wichtigsten Mitglieder von Knorkator wohnen in Köpenick! Nur Buzz Dee nicht. Verrat! Trotz ständigem Drängelns und immer wieder aufkommender Diskussionen bleibt er ein unbelehrbarer Pankower. Das liegt bestimmt daran, dass Köpenick ein ziemlich langweiliger Bezirk ist. In Pankow dagegen brennt die Luft. Pankow ist wie ein großer lebendiger Organismus, mit dessen kulturellem Wurzelgeflecht die Pankower symbiotisch verbunden sind. NOCH! Denn wenn all die lieb gewonnenen Kultureinrichtungen, in denen auch Buzz Dee groß geworden ist, bald Geschichte sind, wird es bei ihm genau so öde, wie in Köpenick. Insofern können wir die neuesten Gerüchte um die Pankower Kultur nur begrüßen, denn was hält einen Vollblutkünstler und urbanen Tausendsassa in so einem Bezirk? Nichts! Dann kann er genauso gut hier zu uns in die Vorstadtidylle ziehen, wo er wie jeder normale alte Mann in verkehrs- und kulturberuhigten Fußgängerzonen seinem Ende entgegensterben kann. Also: Bravo, Herr Bürgermeister! Gib uns unseren Buzz Dee zurück! Vergraule ihn! Schicke ihn dahin, wo er hingehört! 

Danke. 

Alf, Knorkator

 

 

Sehr geehrte BVV-Abgeordneten,

mit einem sehr unguten Gefühl habe ich die Pläne verfolgt, die kulturellen Einrichtungen im Bezirk Pankow finanziell auszutrocknen, bis hin zur Schließung.

Leider habe ich es mehrmals erleben müssen, dass den Verantwortlichen erst nach der Umsetzung von Sparmaßnahmen klar wurde, dass die Schließung kultureller Einrichtungen für einen Bezirk oder Stadtteil verheerende Auswirkungen hat: Keine Treffpunkte mehr jenseits der Parkbank, keinen nachbarschaftlichen Austausch mehr, keine Möglichkeit mehr an unseren Kulturgütern teilzuhaben und teilzunehmen, kein kulturelles Erleben und Ausleben mehr in Einrichtungen, die für alle erschwinglich und erreichbar sein sollten.

Ich möchte Sie in aller Form bitten, Ihre Sparpläne bei sich selbst zu hinterfragen.

Fragen Sie sich, wie Sie leben möchten, und was Sie Ihren Mitmenschen und Wählern wünschen.

Und ich möchte Sie in aller Form auffordern: Kürzen Sie nicht, suchen Sie nach Lösungen, die so überaus wichtigen kulturellen Einrichtungen zu erhalten.

Beste Grüße

Armin Petras

 

 

Sehr geehrte BVV Pankow,

Hiermit protestiere ich gegen den geplanten Abbau kommunaler Kultureinrichtungen in Pankow, v.a. das Kulturareal Thälmann-Park. Orte wie die Wabe oder das Theater unterm Dach sind Identität für sehr viele. Überdenken Sie die Entscheidung, sie ist nicht gut für den Bezirk.

Mit freundlichen Grüßen

Rainald Grebe

 

 

Wichtigkeit: Hoch

PANKOW BRAUCHT KULTUR, AUCH DIE DER KLEINEN UND DER KLEINSTEN STÄTTEN

DIE KULTUR BRAUCHT PANKOW, VOR ALLEM DIE KLEINEN UND DIE KLEINSTEN STÄTTEN.

ICH GRÜSSE AUS DER VOLKSBÜHNE DIE STADTVERORDNETEN VON PANKOW:

ERHALTEN SIE DIE KULTURELLE VIELFALT DES BEZIRKS.

FRANK CASTORF

 

 

Was soll geschehen, wenn die vielen Kinder, die die neuen Bewohner 
des Bezirkes bekommen, heranwachsen und die Möglichkeiten für Bildene 
Kunst, Theater und Musik verschwunden sind?
Wenn jede Lückenbebauung mit Eigentumswohnungen mehr Wertschätzung 
erfährt, als kommunale Kultureinrichtungen. Wie spießig soll der 
Bezirk denn noch werden! Das wird sich ebenso rächen wie die 
verfehlte Bildungspolitik der vergangenen Jahre.
Steffi Kühnert Schauspielerin, Hamster Damm Bühnenbildner


Geehrte Ansprechpartner,
Die Künstler sind es ja, die die gesellschaftliche Bewußtseinsform eines Landes/Stadt ausdrücken, sie sind unser Spiegel. Gerade in zeiten des Umbruches ist nichts so wichtig, wie ein behutsames Miteinander. Das macht die Lebendigkeit einer Stadt, eines Ortes aus! Ihnen den Raum zu nehmen ist ein politisches Statement, das in seinem Ausmaß verheerende Folgen hat. Und gerade die Leute, Investoren, die wegen der Kreativität einer Stadt anlegen wollen finden sich wieder in der Rolle des Vertreibers? Damit ist niemandem gedient. Es geht um einen Dialog, den Austausch und gegenseitiger Befruchtung. Es geht um die Kunst des hinzufügens, des sowohl als auch. Nicht des entweder oders!
Im Sinne des Dialogs also, setzt euch nochmals an den Tisch, findet Lösungen, die beide Seiten befriedigen und dem Wohl der Stadt,des Bezirks dienen.
Amina Gusner,Schauspieldirektorin in Thüringen


Sie sind wortbrüchig. Ihnen ist die Phantasie ausgegangen. Peinlich. Das Geld regiert. Ein Armutszeugnis für Politik. Das Vertrauen ist hin. Ich bin empört.

Thomas Rühmann - Schauspieler

 

 

 Das THEATER UNTERM DACH muss bleiben, es können doch nicht überall

coffeshops entstehen, Herrgott... Schließlich ist Berlin bekannt für seine
lebendige off Theater Szene. Und ich würde, ehrlich gesagt gern wieder ein
Projekt dort machen.
Katja Riemann